Freitag, 8. Juli 2016

Der Promenadenweg (Burg Rabenstein–Sophienhöhle)

Vor einigen Wochen waren wir auf diesem kurzen, 6 km langen Rundwanderweg unterwegs. Er ist sehr zu empfehlen, denn er führt durch wildromantische Waldwege. Festes Schuhwerk sowie Trittsicherheit und eine mittlere Kondition sind erforderlich, da es doch recht auf und ab geht, mitten über Wurzeln und Felsen. Einige Impressionen von diesem schönen Stück Natur:

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Donnerstag, 15. Oktober 2015

Samengewinnung - Mit dem KinderGarden in das nächste Jahr

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In letzten Oktober habe ich Samen von wilden Rosenstauden gesammelt. Nachdem sie nun gut durchgetrocknet waren habe ich mich ans Samen auspulen gemacht, damit wir sie vor dem Winter säen können. Rosensamen brauchen Frost, um aktiviert zu werden und im nächsten Jahr zu keimen. Wachsen sollen die Rosen im KinderGarden, einer Baumpatenschaft, über die ich hier schon mehrfach berichtet habe, und der, wenn alles klappt, eine Erweiterung auf der anderen Straßenseite erhalten soll.
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Von links nach rechts: Heckenrose (auch Hundsrose) , Weißdorn (kein Rosengewächs), “Kartoffelrose”, nicht mehr genau bestimmbar, evtl. Vielblütige Rose
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und in der Nahaufnahme:

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Samstag, 20. Juni 2015

Schönheit ist überall–selbst im Meerschweinchenfutter

Aus den Blättern von Kohlrabi, Rote Beete und Möhrengrün habe ich einen hübschen Strauß gestaltet. Zierde für den Küchentisch zum Nulltarif, bis sie ausgegessen ist…IMG_1278

Donnerstag, 2. April 2015

Dienstag, 17. Februar 2015

Aus einer Zwiebel gezogen: Amaryllis

Von meiner Freundin Tanja habe ich eine Blumenzwiebel zu Weihnachten bekommen – und das ist daraus geworden:

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Ist sie nicht wunderschön?

Mittwoch, 4. Februar 2015

Bald ist es wieder so weit – Frühling

Die heutigen Fotos wurden am 16.4.2013 bei einem Spaziergang am Nürnberger Flughafen aufgenommen. Hoffentlich ist es in 10 Wochen wieder ähnlich schön!

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Erste Blüten

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Trockene Karden aus dem Vorjahr

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Sonntag, 7. Dezember 2014

Neues von der Baumpatenschaft “KinderGarden” am Rennweg

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Kinder (und auch Erwachsene) brauchen Erlebnisse in und mit der Natur. Der Aufenthalt in frei gewachsener Natur stärkt die Widerstandskräfte, weckt die forschende Neugierde und führt zu einer persönlichen Verbindung der uns nährenden Natur.

Im aktuellem Stadtleben ist ein freies, ungezwungenes und dem eigenen Rythmus folgendes Spiel  nicht mehr selbstverständlich. Hier setzt der Gedanke des KinderGarden - Baumpatenschaft zur kinder-nachbarschaftlichen Fairnetzung am Rennweg an.

Der Mensch ist  nur bereit zu schützen,
was er kennt und liebt!

Unser  langfristiges Ziel ist dabei die Sensibilisierung von Kindern und Erwachsenen für Artenvielfalt und Re-Naturierung der Stadtlandschaft am Rennweg sowie  die Schaffung eines städtischen Naturerfahrungsraums im Stadtpark Nürnberg mit dem Recht des Kindes auf authentisch-regionale Natur.

(Text nach dem Kom­mu­ni­qué von M. A. Camara vom 6.Dezember 2014)

Liebe Blog-Leser,

wiederholt habe ich hier bereits vom KinderGarden berichtet. Und wieder gibt es Neuigkeiten, leider keine besonders schönen. Nachdem unsere erste Aktion nach dem Kahlschlag im Sommer, die Anpflanzung von Bio-Kräutern (Post: http://natvdl.blogspot.de/2014/08/neuanfang-am-kindergarden-die-erste.html), ein voller Erfolg war und auch die restliche Baumscheibe von der Natur wiederbesiedelt worden war und üppiger denn je wuchs, die Verantwortlichen bei der Stadt positiv reagiert hatten, schöpften die Initiatorin und deren Helfer wieder Mut. So sah es dann am 22.August an der Baumscheibe aus:

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Pfefferminze

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Mariendistel (Heilpflanze)

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Kerbel

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Rauke

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Dill

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Eine wild angesiedelte Pflanze.

Im September und Oktober waren nach fleißigem Gießen und ergiebigen Regenfällen alle Pflanzen üppig und teilweise bis zu einem halben Meter Höhe gewachsen und der KinderGarden bildete eine saftig grüne Insel auf dem Straßenteer.

Vor wenigen Tagen erreichte mich dann die Nachricht, dass die Baumscheiben am Rennweg erneut extrem stark bereinigt worden seien: Am Dienstag, den 18. 11. 2014, wurde nun zum zweiten Mal in diesem Jahr augenscheinlich nicht von anonymen Vandalen, sondern auf professionelle Art und Weise das seit 2012 zu einem ansehnlichem Stadt-Biotop gewachsene Projekt KinderGarden zerstört.

So sieht der KinderGarden und eine andere von Anwohnern gepflegte Baumscheibe am Rennweg nun aktuell wieder aus.

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Das seit Sommer 2012 zu einer Oase für Vögel, Wildbienen und Schmetterlinge gewachsene Stückchen Erde mit wunderbar gesund und betreut sich ausbreitenden Heilpflanzen, Kräutern und Wildblumen sowie unsere ehrwürdig alteingesessene Heil- und Kulturpflanze Holunder, der bereits zur natürlichen Hecke mit erntereifen Holunderdolden und wunderbarem begrenzendem kleinem "Zaun" gewachsen war, wurde zum dritten Male entfernt bis auf klägliche Reste.

Bei den vernichteten Pflanzen handelte es sich zum Teil um Heil- und Wildkräuter, welche mit Startkapital der Stadt Nürnberg (Pflanzgutschein) von Monika Adele Camara und den Kindern und Erwachsenen im Laufe eines Jahres angesiedelt wurden. Neben dem städtischen Pflanzgut wurde auch die Energie, Liebe, finanzieller und zeitlicher Einsatz sowie das aus eigener Tasche gespendete Pflanzensaatgut unterstützender Freunde des KinderGardens zerstört.

Da menschliche Gesellschaften der Natur mit wirtschaftlichen Interessen entgegentreten, ist es wichtig, sinnvolle Grenzen des menschlichen Handelns aufzuzeigen. So muss es selbstverständlich sein, bei Naturerlebnisaktionen  - wie unserer Baumpatenschaft -  die gesetzlichen Vorgaben des Artenschutzes einzuhalten und auch zu erläutern.

Jeder Mensch der sich auch nur ein bisschen mit Ökologie und Naturschutz beschäftigt, kann verstehen, warum heilende (Holunder, Pfefferminze, Rosmarin, Lavendel, Wollziest, Mariendistel,Löwenzahn, Brennessel) und vielfältige Arten von Gräsern, Wildpflanzen und geschützten Arten (sich angesiedelte Wildbienen, Schmetterlinge, Insekten und Vögel vielfältiger Art) nicht der Natur entnommen werden dürfen, zumal wenn keine wichtigen Gründe vorliegen, bzw. sich in Zeiten des Klimawandels und der Einforderung von nachhaltigem Lebenstil nicht an der Vermehrung im überschaubarem städtischem Rahmen gehindert werden sollten.

(Text nach dem Kom­mu­ni­qué von M. A. Camara vom 6.Dezember 2014)

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Immerhin tröstet uns der herrlich farbige Ginkgo-Baum ein wenig über den erneuten Verlust hinweg. Im Vergleich mit anderen Ginkgo-Bäumen an der selben Straße und am selben Tag aufgenommen wird deutlich, wie ich finde, wie gut dem Baum sein naturnahes “Bett” aus Wildpflanzen und Kräutern bekommt. Die lebenden Pflanzen schützen mit ihrem grünen Teppich vor allem im Hochsommer die Erde vor zu starker Austrocknung, die absterbenden Pflanzenteile düngen den Boden mit den unter-schiedlichsten wichtigen Elementen. Zierpflanzen können den Boden schnell auslaugen und damit auch dem wertvollen Baum wichtige Nährstoffe entziehen und nicht jeder Blumen-Dünger ist auch für den Baum gut geeignet.

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Die erneute Aktion zeigt jedenfalls, wie viel Aufklärungsarbeit bis hin zu einer Akzeptanz und Förderung der für jeden von uns existenziell wichtigen Artenvielfalt, sprich:Biodiversität, in den Städten noch notwendig ist. Die Stadt Nürnberg hat dies in ihrer Führungsebene verstanden und möchte solche Projekte ausdrücklich fördern. Doch dieses Wissen muss nun noch in die Köpfe aller Dienstränge der städtischen Angestellten gebracht werden. Dazu hat sich Frau Camara folgende Punkte überlegt, wie dies zu bewerkstelligen sei:

Da im Gespräch mit Freundinnen des KinderGardens, potenziellen Baumpaten und am Thema interessierten Nachbarn immer wieder erwähnt wird, wie frustrierend die Erhaltung der kleinen Stadt-Oasen aus den unterschiedlichen Gründen sein kann, da auch die auf die erste Zerstörung im Juli  folgende Zeitungs-Notiz der Nürnberg Zeitung, die Aktion Infoblatt für den Baum seitens SÖR sowie die offizielle Entschuldigung seitens der Verantwortlichen des Gartenbauamtes Nürnberg im Juli bis dato keinen nachhaltigen Nutzen brachten, möchten wir zu einem persönlichem Gespräch zwischen der Baumpatin, den Unterstützern und den Verantwortlichen der Stadt Nürnberg aufrufen um an dieser Stelle unser Projekt und unsere dahinterstehende Intension noch einmal im Detail vorstellen.

Gleichzeitig und da wir der großen Überzeugung sind, das nachhaltiges Denken und Handeln erlernbar ist, möchten wir nicht im reinen Schildern des vorangegangenen Zerstörens der fruchtbaren Natur am Rennweg verharren, sondern uns vertrauensvoll an die Fachleute der Stadt Nürnberg wenden um mit beiderseits konstruktiven Vorschlägen zum gegenseitigem Verstehen, einer langfristigen positiven Einstellung und Akzeptanz der mit Liebe zum Detail agierenden Baumpaten beizutragen:

Einige Vorschläge im Detail:

  • die begleitende Unterstützung durch Bereitstellen eines persönlichen Ansprechpartners seitens SÖR
  • die Genehmigung des festen Installierens eines Holzschildes, verankert durch Lehm oder ähnlich natürliches Material im Erdboden - bestückt mit Projektinformationen, Kräuterbestimmung sowie Infoblatt über die vierteljährlich stattfindenden Aktionen im öffentlichen Raum
  • die Bekanntmachung in den Medien der Stadt Nürnberg von öffentlichen Aktionen, geplant durch Afrikuco Institut und die kleinen und großen Unterstützer rund um das Projekt.
  • Unterstützung des Anspruchs auf nachhaltig kreative Bildung und Sensibllisierung für Arten-Vielfalt und Re-Naturierung der Stadtlandschaft
  • die Nominierung eines Schirmherrn/einer Schirmherrin, die uns bei der Schaffung dieses innovativen Nürnberger Stadt-Biotops mit eigenem Interesse zumindest ideell unterstützt
  • die Schaffung eines Runden Tisch Baumpaten zum gegenseitigem Kennenlernen, Austauschen, Aktzeptieren und Unterstützen 

Speziell die Sensibilisierung der städtischen Mitarbeiter für solche Projekte und deren gesellschaftlichen Nutzen möchte die Baumpatin/das Afrikuco-Institut gerne mit folgenden Maßnahmen unterstützen:

  • den Fortbildungs-Katalog des Afrikuco-Institutes für die Mitarbeiter und Angestellten der verantwortlichen Bereiche im Rathaus zu Verfügung stellen
  • eine Morgenstunde Yoga im Stadtpark für Mitarbeiter und Angestellte des Gartenbauamtes anbieten
  • die Nennung von SÖR und Stadt Nürnberg als offizielle Unterstützer auf unseren Medien und Internet-Seite Afrikuco Institut. Org aufnehmen

Ich möchte mich bei unseren Lesern, die diesen laaangen, aber wichtigen Beitrag bis hierher gelesen haben, für ihr Interesse und ihre Geduld bedanken und möchte mit diesen schönen Zitat, das die Wichtigkeit von Naturbildung in unserer heutigen Zeit in anschaulichen Worten verdeutlicht, schließen:

"Der junge Mensch braucht seinesgleichen, nämlich Tiere, überhaupt Elementares, Wasser, Dreck, Matsch, Gebüsche, Spielraum. Man kann ihn auch ohne das alles aufwachsen lassen, mit Teppichen, Stofftieren oder auf asphaltierten Straßen und Höfen. Er überlebt es, doch soll man sich dann nicht wundern, wenn er später bestimmte soziale Grundleistungen nie mehr erlernt, z.B. ein Zugehörigkeitsgefühl zu einem Ort und einer Initiative."

Alexander Mitscherlich